Heute ist der Gerichtsprozess von Bayram Mammadov gestartet.

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Erst heute, am 11. November, wurde der Gerichtsprozess von Bayram Mammadov gestartet. Bayram hat heute vor Gericht seine Position vertreten:

„Es herrschte Ruhe in den Oppositionslagern. Man brauchte Hetze, um sie wieder zu aktivieren und es waren wir als Katalysatoren.“

Er macht weiter: „Ich habe wegen der Graffitis „Herzlichen Glückwunsch zum Sklaventag“ auf dem Präsidentendenkmal festgenommen. Ich fühle mich sehr glücklich dafür. Das ist einer der besten Erfolgen in meinem Leben.

Bayram sagte noch, dass es nichts für ihn bringen wird, was hier gesprochen wird. Am Ende wird er zu vieljährigen Haft verurteil werden:

„ Eigentlich wollte ich nicht reden. Aber „der große Bruder“ würde denken, dass ich Angst habe und von ihm um die Gnade bitte, wenn ich schweigen würde. Ihr, alle Richtern, ihr habt eure Macht im Entscheidungsprozess verloren. Ihr müsst gehorchen, was euch vorgesagt wurde, damit ihr eure Herrschaft in anderen Gerichtsprozessen fortsetzen könnt.“

Der Richter unterbrach ihn und forderte an, nur über die Drogendelikate zu reden.

Bayram Mammadov: „ Ich wiederhole es nochmal. Ich habe wegen des Graffis festgenommen. Mag Heydar Aliyew der Großvater von Vielen sein, aber meines nicht. Das Ziel des Sprühens ist gegen die Ungerechtigkeit und Unrichtigkeit zu protestieren, aber auch „den großen Bruder“ zu verärgern. Wir haben es geschaft! Das ist der Grund meiner Haft. Es gibt aber ein weiterer Grund, der hinter unserer Aktion steckte. Es herrschte Ruhe in den Oppositionslagern. Man brauchte Hetze, um sie wieder zu aktivieren und es waren wir als Katalysatoren.Nun wurden weitere Denkmal-Sprühaktionen in Istanbul und in anderen europäischen Städten realisiert. Wir haben mit Giyas Ibrahimov eine neue Bewegung gestartet. Und jetzt ist die Zeit über Delikate zu reden. Stellt ihr vor, als ob ich in der alten Griechenzeit die Statue von Zeus gemalt habe und plötzlich bin ich in der Hand von Priestern gelandet. Ich hab das Protokoll unter Folter unterschrieben. Nach der Aktion wurde uns zu Hause angerufen und ich gefragt. An dem Moment habe ich geahnt, dass ich jetzt von Polizeien abgeholt werde. Im ersten „Kampf“ wurde ich von 8 Personen brutal zusammengeschlagen. Der erste „Kampf“, in dem mir Handschelle angelegt wurde, dauerte eine Stunde. Da meine Familie hier im Saal sitzen, will ich nicht ausführlich über mir angewendete Foltern und Misshandlungen reden. Ich will nicht ihnen Bitternisse zufügen. Aber so oberflächlich will ich erwähnen, dass ich von Prügelei, Elektroschok bis Werfen vom zweiten Obergeschoss mit Mundsperre erlebt habe. Alles habe ich erlebt. Es gibt ein Typ, der Shirali heisst, sagte, dass der Befehl von oben gegeben wurde, und deswegen muss das Heroingewicht mehr untergeschoben werden, als das Gewöhnliche. Heroin wurde mir von Polizei Naib Omarov untergeschoben.“

Der Verurteilungsprozess wurde auf den 24. November, 14:30h, verschoben.

 

 

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