Widerstand ist zu spüren

Hier ist Baku, die Hauptstadt Aserbaidschans.

Nach dem Verurteilungsprozess am 25. Oktober haben viele sich mit Giyas und Bayram in unterschiedlichen Orten durch Sprüh-Aktionen  solidarisiert.

Das unter geschielderte Bild zeigt eben, dass auch in Baku das öffentliche Solidaritätsgefühl trotz aller repressiven Erpressung seinen Mut nicht verloren hat.

#freeBayram

#freeGiyas

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„Freiheit für Giyas“

„Herzlichen Glückwunsch zum Sklaventag…10 Jahre“

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Zwei Tweets kurz vor seiner Haft über Giyas und Bayram

Am 5. November 2016 wurden zwei Jungen, Elmir Tahmin und Tapdiq Mammadov, festgenommen. Kurz vor seiner Haft, am 2. November hat Elmir Tahmin auf seinem Twitter sein Mitgefühl über den Fall von Bayram und Giyas ausgedruckt und demensprechend zweimal getwittert.

Er schrieb: „ Manchmal erinnere ich mich an die zu Bayram angewendeten Foltern , ich bekomme eine Gänsehaut. #freeBayram“

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Nach zwei Minuten teilt er noch mit: „Alle Jungetlichen wie Giyas, die sehr ausgebildet sind, müssen nicht im Gefängnis bleiben! #freeGiyas“

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Wir wollen nochmal in Erinnerung rufen, dass die Beide der „zweiten Generation“ der Sprühaktion in Ganja immer noch im Gefängnis sind.

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Solidaritätskundgebung in Georgien

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Im Name der Solidarität für „Denkmal-Häftlinge“, Bayram und Giyas, hat am 18. November in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, eine Kundgebung vor der aserbaidschanischen Botschaft stattgefunden.

In dieser Kundgebung wurde die sofortige Freilassung der Studierenden gefordert. Darüber hinaus wurde das Freilassen der anderen politischen Gefangenen zur Bedingung gemacht.

Es wurde in der Kundgebung ein Video aufgenommen.

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Amnesty International hat vor kurzem „Write for Rights“ Kampagne gestartet. Dabei hat auch die Mutter des inhaftierten Studenten Giyas, Frau Shura Amiraslanova, mitgemacht.

Der Freund von einem prominenten Fotograf Shawkan, welcher momentan im Gefängnis ist, hat einen Brief an Graffiti-Häftling Giyas Ibrahimov geschrieben:

„Lieber Giyas Ibrahimov,

ich habe deine Geschichte gehört. Bleibe stark. Niemand muss lediglich wegen der Kritikausübung an Regierung 10 Jahre Haft entgegengehen.

Liebe Grüße

Ahmad“

An der Stelle Giyass hat seine Mutter Shura Amiraslanova einen Brief an einem Professor in China, der Ilham Tohti heißt, gesendet:

„ Lieber Tohti, mein Sohn wurde aus politischen Gründen inhaftiert. Ich will, dass Du eine Sache nicht vergisst. Du wirst bald frei sein.“

Diese Kampagne ermöglicht, die Familien und Freunden der aus politischen Gründen zu Haft verurteilten Gefangenen aneinander Briefe zu senden.

Ihr könnt auch gerne mitmachen.

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Ein Honorar für den „Augenzeuge“ wegen der Festnahme der Studierende

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Der aufstehende Mann auf dem Bild ist der Augenzeuge vor Gericht beim Bayrams Prozess. Er heißt Shirali Babayev.

Als Shirali Babayev Bayram festgenommen hatte, war sein Dienstgrad erst Major, aber er hat sich am 11.11.2016 vor Gericht als Oberstleutnant vorgestellt. An dem Moment hat Bayram gefragt: „ Hast du diesen höheren Dienstgrad wegen meiner Festnahme als Auszeichnung bekommen?“

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Heute ist der Gerichtsprozess von Bayram Mammadov gestartet.

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Erst heute, am 11. November, wurde der Gerichtsprozess von Bayram Mammadov gestartet. Bayram hat heute vor Gericht seine Position vertreten:

„Es herrschte Ruhe in den Oppositionslagern. Man brauchte Hetze, um sie wieder zu aktivieren und es waren wir als Katalysatoren.“

Er macht weiter: „Ich habe wegen der Graffitis „Herzlichen Glückwunsch zum Sklaventag“ auf dem Präsidentendenkmal festgenommen. Ich fühle mich sehr glücklich dafür. Das ist einer der besten Erfolgen in meinem Leben.

Bayram sagte noch, dass es nichts für ihn bringen wird, was hier gesprochen wird. Am Ende wird er zu vieljährigen Haft verurteil werden:

„ Eigentlich wollte ich nicht reden. Aber „der große Bruder“ würde denken, dass ich Angst habe und von ihm um die Gnade bitte, wenn ich schweigen würde. Ihr, alle Richtern, ihr habt eure Macht im Entscheidungsprozess verloren. Ihr müsst gehorchen, was euch vorgesagt wurde, damit ihr eure Herrschaft in anderen Gerichtsprozessen fortsetzen könnt.“

Der Richter unterbrach ihn und forderte an, nur über die Drogendelikate zu reden.

Bayram Mammadov: „ Ich wiederhole es nochmal. Ich habe wegen des Graffis festgenommen. Mag Heydar Aliyew der Großvater von Vielen sein, aber meines nicht. Das Ziel des Sprühens ist gegen die Ungerechtigkeit und Unrichtigkeit zu protestieren, aber auch „den großen Bruder“ zu verärgern. Wir haben es geschaft! Das ist der Grund meiner Haft. Es gibt aber ein weiterer Grund, der hinter unserer Aktion steckte. Es herrschte Ruhe in den Oppositionslagern. Man brauchte Hetze, um sie wieder zu aktivieren und es waren wir als Katalysatoren.Nun wurden weitere Denkmal-Sprühaktionen in Istanbul und in anderen europäischen Städten realisiert. Wir haben mit Giyas Ibrahimov eine neue Bewegung gestartet. Und jetzt ist die Zeit über Delikate zu reden. Stellt ihr vor, als ob ich in der alten Griechenzeit die Statue von Zeus gemalt habe und plötzlich bin ich in der Hand von Priestern gelandet. Ich hab das Protokoll unter Folter unterschrieben. Nach der Aktion wurde uns zu Hause angerufen und ich gefragt. An dem Moment habe ich geahnt, dass ich jetzt von Polizeien abgeholt werde. Im ersten „Kampf“ wurde ich von 8 Personen brutal zusammengeschlagen. Der erste „Kampf“, in dem mir Handschelle angelegt wurde, dauerte eine Stunde. Da meine Familie hier im Saal sitzen, will ich nicht ausführlich über mir angewendete Foltern und Misshandlungen reden. Ich will nicht ihnen Bitternisse zufügen. Aber so oberflächlich will ich erwähnen, dass ich von Prügelei, Elektroschok bis Werfen vom zweiten Obergeschoss mit Mundsperre erlebt habe. Alles habe ich erlebt. Es gibt ein Typ, der Shirali heisst, sagte, dass der Befehl von oben gegeben wurde, und deswegen muss das Heroingewicht mehr untergeschoben werden, als das Gewöhnliche. Heroin wurde mir von Polizei Naib Omarov untergeschoben.“

Der Verurteilungsprozess wurde auf den 24. November, 14:30h, verschoben.

 

 

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Neue Infos über zwei Jungen

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An vergangenen Tagen wurden zwei Jungen, Taptig Mammadov und Elmir Tahmin, in Ganja wegen der Graffitis festgenommen. Ihre Angehörigen haben heute über die Neuigkeiten von ihnen mitgeteilt. Laut ihrer Mitteilung haben sie nicht nur „Nein zur Diktatur“, sondern auch „Freiheit für Giyas und Bayram“, „Freiheit für Häftlinge“ auf die Wände im Heydar Aliyew Park gesprüht.

Sie wurden schwer gefoltert. Die Beide wurden brutal mit Faustschlag, Kick, Maulschellen geprügelt. Dann wurden ihre Köpfe mehrmals blutig gegen den Tisch geschlagen. Die Folterspuren von heftigen Schlägen im Gesicht und am Körper Mammadovs sind mit offenen Wunden erkennbar.

 

 

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Noch zwei Jungen wurden wegen der Graffitis festgenommen

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In der Nacht auf 5. November wurden zwei Jungen, Tapdig Mammadov und Elmir Tahmin in Ganja, die eine von Großstädten in Aserbaidschan ist, von Polizeien festgenommen. Die Beide haben kurz zuvor die Graffiti mit dem Slogan „Nein zur Dikratur!“ auf die Wände, die sich im Park Heydar Aliyews befinden, gesprüht. Der Slogan wurde in der selben Nacht sofort weggewischt. Auf der Polizeiwache wurden sie schwer gefoltert.

Elmir und Tapdig müssen erst 30. Tage in Haft bleiben.

Laut der polizeilichen Ermittlungen Ganjas kann der exakte Grund der Festnahme nur vom Pressedienst des Innenministeriums mitgeteilt werden.
Der Polizei-Direktor Ganjas, Adil Aliyew, sagte, dass er nicht berechtigt ist, die zusätzlichen Informationen über den Fall weiterzugeben.
„Ich darf nicht darüber berichten. Die Untersuchungen verlaufen noch.“ sagte Adil Aliyev und fügte hinzu, dass die Anzeige von einem Bürger oder von einer Bürgerin gestellt wurde.

Das ist die Folge der weiteren Aktion von politisch motivierten Verhaftungswelle, die Giyas und Bayram am 10. Mai begonnen haben.

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Solidaritätsaktionen mit Giyas und Bayram aus verschiedenen Ländern

Als Solidaritätsaktion wurde in Izmir, in der Türkei, die Graffiti mit Slogans „Freiheit für Bayram“, „Herzlichen Glückwunsch zum Sklaventag“ auf die Wände in der Heydar Aliyew Straße gesprüht:

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Diese Aktion wurde von vielen Anderen als Welle fortgesetzt. Georgische Radikallinken haben in Tibilisi, in Georgien, Aliyev Avenue mit Graffitis verschönert und ihre Solidarität mit Denkmal-Häftlinge so gezeigt:

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Auch Linken aus Schweden haben ihre Solidarität mit der Spüh-Aktion zum Ausdruck gebracht:

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Wir wollen nochmal an dieser Stelle unsere Solidarität betonen und die zeitnahe Freilassung von ihnen drängen.

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Der Gerichtsprozess von Bayram Mammadov

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Am 4. November wurde die Vorbereitungsversammlung des Gerichtsprozess von Bayram Mammadov vor dem Gerichtshof zu Baku für schwere Straftaten stattgefunden.

Der Richter hat von Bayram gefragt, ob er ein Widerspruch gegen Richtergruppe hat, hat Bayram darauf so reagiert:

„ Mein Widerspruch ist nur gegen solch staatliches System und seinen Präsident. Es ist mir völlig gleichgültig, welcher Richter an Ihrer Stelle sitzt. Sowieso ist hier für mich ein Schauspielhaus- ein Theater der musikalischen Komödie. Der Regisseur dieses Theaters ist Ilham Aliyev“

Richter E.Valiyev unterbrach ihn und verlangte den Regeln zu entsprechen.

Bayram Mammadov: „ Ich bin ein freier Mensch, ich sage meine Meinung. Wenn es so ist, verurteilen Sie mich zu 12 Jahren Haft und ich gehe weg.“

Richter: „Das ist deine Sache, willst du weggehen, wirst du.“

Der nächte Termin steht fest: am 11.11 wird Bayram vor Gericht verurteilt werden.

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